Foto-Spuk

Happy Halloween! Heute ist es wieder soweit – es spukt, geistert und gruselt was das Zeug hält. Um Euch schon mal in die richtige Stimmung für die Halloween-Party heute Abend zu versetzen, erzählen Euch unsere Fotografen Heiko Gerlicher und Björn Groß hier von je einem kleinen Grusel-Abenteuer, das ihnen beim Fotografieren widerfahren ist.

Photocircle Fotograf Heiko Gerlicher im Geisterwald

An einem nebligen Tag im vergangenen Dezember war ich in einem Buchenwald bei Bamberg auf Motivsuche. Dort befindet sich auch die sogenannte Jungfernhöhle, ein neolithischer Kultplatz, wo vor ca. 6.150 Jahren regelmäßig Menschenopferungsrituale stattfanden. Bei Ausgrabungen wurden in und um die Höhle Skelett- und Schädelreste von mindestens 40 Menschen gefunden – davon waren 23 Säuglinge und Kinder. Alle Schädel und einige Röhrenknochen waren zertrümmert worden. Man vermutet, dass dies zur Entnahme des Knochenmarks diente.  Allein in diesem Waldstück unterwegs, hörte ich immer wieder Blätter rascheln und auch deutliche Schritte hinter mir. Drehte ich mich um, konnte ich jedoch niemanden sehen. Erst zu Hause laß ich dann, dass einer Sage nach in der Höhle einst drei Jungfrauen lebten und dort getötet wurden. Ihre Geister sollen noch heute in der Umgebung dieser Höhle spuken… eine Erklärung für die Geräusche? Zumindest hat es mir im Nachhinein eine Gänsehaut verpasst.

Im Geisterwald #2 von Heiko Gerlicher

Im Geisterwald #2
von Heiko Gerlicher

Berg-Spuk um Photocircle Fotograf Björn Groß

Durch ihre abgeschiedene Lage ist die Tour durch die Teufelshörner, weit abgelegen im Kerngebiet des Nationalparks Berchtesgaden, sind eine Traumtour, sehr lang. Ich schlafe gerne im Freien, meine Weggefährten bei dieser Tour teilten diese Ansicht jedoch nicht und so wollten wir in einer Hütte schlafen. Diese war jedoch total überfüllt, so bestellten wir etwas zu essen, aber da wir nun nicht mehr dort schlafen wollten, verweigerte man uns Ausschank und Essen.  Zum Glück, denn sonst hätten wir voraussichtlich die Grundmauern von Görings alter Jagdhütte nicht mehr gefunden in der einsetzenden Dunkelheit. Die Gegend um die Teufelshörner war zu NS Zeiten ein abgesperrtes Jagdrevier.  Als wir es uns dort bequem gemacht hatten, wurde plötzlich jedes noch so kleine Geräusch in der absoluten Stille laut vernehmbar: jede Eule, fauchende Gämse und jeder Steinschlag – und über uns flatterten die Fledermäuse. Die Geschichte des Ortes und seine Abgeschiedenheit halfen da natürlich auch nicht wirklich. Uns war jedenfalls ganz schön unheimlich zumute.

Der Grat von Björn Groß

Der Grat von Björn Groß

 

211.066
Seit Oktober 2019 konnten wir dank unserer Bildverkäufe bereits 211.066 Bäume pflanzen. Diese Bäume werden innerhalb der nächsten fünf Jahre ca. 16.885.280 kg CO₂ aufnehmen.