Perspektivenwechsel
mit Jochen Fischer

Dem Fotografen Jochen Fischer gelingen einfühlsame Portraits ebenso wie das Abbilden der abstrakten Schönheit bunter Frachtcontainer. Die große Bandbreite der Fotokunst gibt den Werken von Jochen Fischer einen besonderen Reiz. Hier gewährt er uns einen Einblick, wie er zu seinen Motiven kommt und was für ihn beim Fotografieren besonders wichtig ist.

'Blue' von Jochen Fischer

Wer ist denn eigentlich Jochen Fischer?

Geboren bin ich 1968 in Neustadt an der Weinstraße. Seit 16 Jahren lebe ich in München, wo ich hauptberuflich als Elektroingenieur arbeite. Das Fotografieren lag mir wohl schon im Blut, denn auch mein Opa war bereits ein begeisterter Fotograf, der seine schwarz-weiß Bilder noch selbst entwickelte. Richtig los ging es bei mir mit der Fotografie aber erst während meines Studiums und den ersten größeren Reisen mit der Spiegelreflexkamera. Damals gab es noch keinen Autofokus und die ganzen technischen Unterstützungen, die die Kameras heute bieten. Richtig intensiv mit der Fotografie beschäftigt habe ich mich allerdings erst nach dem Umstieg in die digitale Welt (mit einer Nikon D80) vor etwa sechs Jahren.

Was zeichnet einen guten Fotografen aus?

Technisch perfekte Fotos sind heutzutage relativ leicht zu erstellen. Daher kommt es darauf an, die richtige Stimmung einzufangen, den richtigen Moment zu erkennen. Natürlich muss man als Fotograf sein Handwerk beherrschen und die Kamera verstehen. Wichtiger ist aber, das Auge für die Situation zu haben.

'Flying' von Jochen Fischer

Was möchtest du als Fotograf erreichen?

Fotografieren ist für mich ein Hobby, eine Möglichkeit die kreative Seite auszuleben und mich mit komplett anderen Themen zu beschäftigen. In erster Linie möchte ich meine Sicht der Dinge mit anderen teilen. Wenn anderen meine Fotos gefallen, freut mich das. Wenn dann noch, wie bei Photocircle, durch meine Bilder ein soziales Projekt unterstützt und anderen Menschen geholfen werden kann, ist das Ganze natürlich noch befriedigender.

Dein Lieblingsland zum Fotografieren und warum?

Ein echtes Lieblingsland zum Fotografieren habe ich nicht. Tolle Motive kann man überall finden. Beeindruckend war allerdings Südafrika, denn dort gibt es wunderschöne Landschaften und jede Menge zu entdecken.

'Brooklyn Bridge' von Jochen Fischer

Dein/e Lieblingsfotograf/in?

Da ich mich auch sehr für Sport interessiere, bin ich irgendwann auf die ‘Olympic Portraits’ von Annie Leibovitz gestoßen. Diese Aufnahmen oder z.B. Portraits von Herb Ritts und Fotografien von Andreas Feininger haben mich inspiriert.

Deine erste Kamera? Und womit fotografierst du heute?

An meine allererste Kamera kann ich mich nicht mehr so genau erinnern. Die ersten Versuche habe ich wohl mit einer Pocketkamera unternommen. Die erste Kamera, die ich mir selbst zugelegt habe, war eine Carena. Heute fotografiere ich mit einer Nikon D7000.

'Running' von Jochen Fischer

Dein nächstes Projekt?

Im Moment beschäftige ich mich verstärkt mit dem Thema Sportfotografie.

Ein paar Lieblingsbilder von dir?

Meine Lieblingsbilder auf Photocircle sind ‘Streetlife‘ und ‘Fishermen‘ aus Kap Verde, sowie ‘Perspektivenwechsel #3‘(aufgenommen aus einem Heißluftballon) und “Tour de la Ville” (Ein schöner Blick über Paris).

'Streetlife' von Jochen Fischer
'Fishermen' von Jochen Fischer
'Perspektivenwechsel 3' von Jochen Fischer
'Tour de la Ville' von Jochen Fischer

Weitere Bilder von Jochen Fischer findet Ihr in seiner Galerie auf Photocircle. Mit seiner Fotokunst unterstützt er bei Photocircle momentan sieben Bildungs- und Entwicklungsprojekte weltweit.